Google ehrt den dänischen Physiker Niels Bohr mit einem wissenschaftlichen Doodle

Niels Bohr´s 127. Geburtstag – Google Doodle

 

Heute ehrt Google wieder einen Wissenschaftler mit einem Doodle, der Däne Niels Bohr ist heute der Auserwählte. Zu Ehren seines 127. Geburtstages zeigt Google heute auf der Startseite ein wissenschaftliches Doodle.

Niels Bohr wird als einer der Begründer der Atomphysik genannt für die Nutzung von atomaren Energien. Ab dem Jahr 1913 entwickelte er ein Atommodell, das auch nach ihm benannt wurde. Dabei ging es von dem Begriff „Atomkern“ aus, der von Sir Ernest Rutherford geprägt worden war. Bei der Entwicklung berücksichtigte er die Quantentheorie, die geliefert worden war von Max Planck. Dieses von Niels Bohr erstellte Atommodell war anders als die bis dahin bekannten, die die Vorstellung von einem massiven Atomkern boten. In seinem Modell dagegen bewegten sich die Teilchen, ungefähr so wie das auch im planetaren System der Fall ist.

Niels Bohr erhält den Nobelpreis

Niels Bohr erhielt im Jahr 1922 den Nobelpreis für Physik für die von ihm aufgestellte Theorie, demnach sind die Elektronen des Atoms angeordnet in Schalen, zudem stellte er fest, dass die äußerste Schale verantwortlich ist für die chemische Eigenschaft des jeweiligen Atoms. Allerdings führten seine Forschungen auch zu nicht so schönen Ergebnissen, denn die Forschungen, die er betrieb im Bereich der Kernspaltung, waren eine Grundlage für den Bau der ersten Atombombe. In den USA war er maßgeblich beteiligt gewesen an deren Entwicklung.

Biographie Niels Bohr

Geboren wurde Niels Bohr am 7. Oktober 1885, und zwar in Kopenhagen. Die Wissenschaft lag in der Familie, sein Vater war ein Physiologieprofessor, sein älterer Bruder Mathematikprofessor.

Kein Wunder also, dass auch Niels Bohr studierte an der Uni von Kopenhagen. Im Jahr 1911 erhielt er dort die Doktorwürde, deren Grundlage seine Arbeit war über die Elektronentheorie der Metalle. Danach reiste er nach Manchester, dort traf er sich mit Ernest Rutherford, der den eigentlichen Begriff Atomkern einführte. Das eine Jahr, welches er in Manchester verbrachte sorgte dafür, dass eine tiefe Freundschaft entstand. Im Jahr 1912 kehrte er wieder in seine Heimatstadt zurück. Dort lernte er seine spätere Frau kennen, Margarethe Norlund. Eines seiner fünf Kinder, die aus dieser Ehe hervorgingen, erhielt ebenfalls später den Physiknobelpreis.

Niels Bohr begann im Jahr 1913, in seine eigenen Arbeiten sowohl die Ergebnisse Rutherfords einzubeziehen als auch die theoretischen Überlegungen, die von Albert Einstein und Max Planck angestellt wurden. Und so gelang es ihm, sein nach ihm benanntes Atommodell zu entwickeln. Dieses Atommodell besagt auch, dass es bei dem Übergang von einem Zustand, in dem ein Atom ist, in einen anderen Zustand, immer zu einem Energieaustausch kommt, wobei diese entweder abgegeben oder aufgenommen wird. Die Absorption oder auch die Aussendung von Strahlungen geschieht dabei allein in Quantensprüngen. Sein Modell war ein dynamisches, und es legte die Grundlage für die Theorie der Atomphysik. Ernest Rutherford hatte ihn wieder nach Manchester eingeladen, und er folgte dieser Einladung, aber im Jahr 1916 kehrte er doch wieder zurück nach Kopenhagen, diesmal aber bereits als Professor. Vier Jahre später, 1920, wurde für ihn das Institut für theoretische Physik errichtet. Seine Führung brachte dieses Institut zum Zentrum von der gesamten Forschung im Bereich Atomphysik.

Im Jahr 1922, genauer gesagt am 10. Dezember, erhielt Niels Bohr den Physiknobelpreis überreicht. Bohr brachte auch die Quantentheorie erfolgreich zum Abschluss, und zwar mit der Hilfe von Werner Heisenberg. Die nächsten Jahre waren dann eher allen Fragen gewidmet, die die Kernphysik betrafen. Von Otto Hahn, Lise Meitner und Fritz Strassmann war bereits die Kernspaltung entdeckt worden, und zu dieser Kernspaltung entwickelte er im Jahr 1939 eine Theorie, die später eine große Rolle spielen sollte.

Die große Wende im Leben

Das sonst recht ruhige Leben von Niels Bohr nahm eine recht dramatische Wende, als er im Jahr 1943 aus seinem Heimatland fliehen musste, weil seine Verhaftung bevorstand. Zunächst ging es nach Schweden, dann nach England und schließlich in die Vereinigten Staaten.

Dort wurde er beteiligt am Atombombenprojekt, auch bekannt als Manhattanprojekt. Allerdings war er nicht interessiert an den technischen Punkten, ihn interessierten eher die politischen Folgen, die diese Atombombe mit sich bringen würde. Er war sehr beunruhigt über die Folgen, die eventuell auftreten könnten, sollte es zu einem Atomkrieg kommen. So versuchte er, sowohl Winston Churchill als auch Franklin D. Roosevelt zu überzeugen, eine internationale politische Kooperation anzustreben bezüglich dieser Atombombe.

1945 bereits kehrte er wieder zurück nach Kopenhagen. Sein Ziel war eindeutig, er wollte sich einsetzen für den Frieden. Allerdings konnte er die bekannten Atombombenabwürfe der Vereinigten Staaten auf Nagasaki und Hiroshima nicht verhindern.

Niels Bohr verstarb am 18. Dezember des Jahres 1962. Er arbeitete noch an der „Theorie der Supraleitung“, die er aber nicht mehr lösen konnte. Die Leitung des Kopenhagener Instituts für theoretische Physik wurde übernommen von Age Bohr, seinem Sohn, der dann im Jahr 1975 ebenfalls einen Nobelpreis erhielt für Physik.

Natürlich zeigt das Doodle für Niels Bohr entsprechende Formeln und das bekannte Atommodell, das nach ihm benannt wurde.

 

Happy Birthday Niels Bohr!!!



Hier wieder ein kleines Video:


Youtube: Niels Bohr´s 127th Birthday

 

 

Das sagen andere:

tagseoblog.de:  Google Doodle für Niels Bohr inklusive Erklärung

simonrueger.de:  Physiker Niels Bohr – Vorreiter der Quantenmechanik

 


Weitere Doodles:

Tag der Deutschen Einheit – Google Doodle zum 22. Jahrestag der Wiedervereinigung

Google´s 14. Geburtstag – heute schon gegoogelt?

Clara Schumann Doodle – Google ehrt die deutsche Pianistin und Komponistin

Google ehrt den dänischen Physiker Niels Bohr mit einem wissenschaftlichen Doodle
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)
Loading Facebook Comments ...

Leave a Comment


*